Oberligaqualifikation C-Jugend weiblich

Wir wollten es probieren – die Qualifikation für die Oberliga Hessen Süd und rechneten uns eine realistische Chance aus dies auch zu schaffen, wobei uns klar war, dass wir dann auf den hinteren Plätzen gelandet wären. Da unser Kader nur aus neun Spielerinnen besteht waren wir auf die Hilfe einiger spielstarker Spielerinnen aus der wD angewiesen. Im ersten Turnier wollten wir vor allem erfahren, wo wir stehen und ob unsere Selbsteinschätzung stimmt.

1. Qualiturnier
HSG Wettenberg – TV Haibach 22:11 (10:8) Im ersten Spiel gegen den späteren Turniersieger zeigten wir in der ersten Halbzeit eine gute Leistung. Die HSG kam mit unserer offensiven Abwehr nicht gut zurecht und im Angriff konnten wir durch gute Zusammenspiele und gelungene 1-1-Aktionen die offensive Abwehr der Gegnerinnen immer wieder ausspielen und Chancen generieren, die wir auch nutzten. In der zweiten Halbzeit geschahen mehrere Dinge. Zum einen hatte die Wetterberger Trainer bemerkt, dass wir gegen ihre offensive Abwehr leicht ausspielten und spielten nun eine sehr defensive Variante. Dann fiel Anna Striegl leider für den Rest des Turnieres aus und in der zweiten Halbzeit zeigte sich ein Manko, welches uns durch die gesamte Quali begleiten sollte: technische Fehler zuhauf, vor allem bei unseren älteren Spielerinnen. So kam die HSG einfachen Gegenstoßtoren und gewann am Ende etwas zu hoch, aber hoch verdient.
GSV Baunatal – TV Haibach 16:12 (9:6) Schade, daß war vor allem in der Abwehr eine tolle Leistung, die leider durch eine fast schon unglaubliche Anzahl von technischen Fehlern, die zu leichten Gegenstoßtoren für Baunatal führten, nicht belohnt wurde. Trotzdem konnten wir das Spielfeld mit einem gutem Gefühl verlassen – wir müssen uns nicht verstecken.
TV Haibach – TSV Klein-Auheim 15:15 (8:8) Unentschieden nach einem ständigen Hin – und Her. Ständig wechselte die Führung, zunächst führten wir mit zwei Toren, dann Klein-Auheim. Auch hier zeigten wir wieder viele technische Fehler, die unseren Gegnerinnen leichte Tore ermöglichten und uns den Sieg kosteten. Trotzdem jubelten wir am Ende. Ein weiterer Wermutstropfen: schon während des Spiels mußte nun Anna Röhl für den Rest des Turnieres verletzungsbedingt ausscheiden.
TV Idsteiin – TV Haibach 20:5 (12:2) In unserem letzten Spiel gegen die wohl beste Mannschaft Hessens ging nichts mehr. Aufgrund der beiden Verletzungen, der kurzen Pause zwischen den Spielen waren wir körperlich und mental nicht mehr in der Lage mitzuhalten und machten weiterhin technische Fehler, die von den Idsteinerinnen gnadenlos ausgenutzt wurden. Nach sieben Minuten stand es 7:0 ohne dass Idstein auch nur einen Angriff gegen unsere Abwehr spielen mußte – alles Gegenstöße. Abhaken und vergessen.
Fazit: Wir haben durchaus die Möglichkeiten mitzuhalten und in der Oberliga zu spielen, wenn alle Spielerinnen fit sind und wir die Anzahl unserer technischen Fehler deutlich reduzieren können. MIt Nike und Merle stellten wir die besten Torschützinnen des Turniers, wobei Merle die meisten Tore aus dem Feld erzielte und Nike die meisten Siebenmeter verwandelte. Es spielten: Annika, Nike, Sophie, Selina, Pauline, Merle, Anna S., Anna R., Anna G:, Anna N., Lea, Sofia

2. Qualiturnier Im zweiten Turnier fuhren nach Hainburg und waren guter Dinge. Die HSG Bachgau war Topfavorit, dann kam Reichensachsen, aber gegen Hainhausen und Klein-Auheim rechneten wir uns gute Chancen aus. Platz 3 wäre die direkte Quali für die Oberliga gewesen, Platz 4 hätte in ein weiteres Turnier geführt. Leider lagen die Pfingstferien zwischen den beiden Turnieren, sodass wir nur in reduzierter Besetzung und nicht so oft trainieren konnten. Bei dieser Gelegenheit vielen Dank an Bernd Nagel und Wolfgang Hauer.
SV Reichensachsen – TV Haibach 22:14 (15:4) Gegen die uns körperlich überlegenen Spielerinnen waren wir insgesamt an diesem Tag chancenlos. Wir produzierten in der ersten Hälfte Fehlpässe noch und nöcher, was gnadenlos bestraft wurde. In der Abwehr schien das Prinzip des Helfens in den Pfingstferien gänzlich verloren gegangen zu sein. Zu Beginn der zweiten Halbzeit standen fünf Spielerinnen der wD der abgelaufenen Saison, von denen zwei immer noch in D-Jugend spielen, auf dem Feld und spielten deutlich besser – weniger technische Fehler, mehr Bewegung in Angriff und Abwehr. So konnten wir dann die zweite Halbzeit mit 10:7 für uns entscheiden.
HSG Bachgau – TV Haibach 24:12 (14:9) Gegen die HSG Bachgau zeigten wir in den ersten zehn Minuten die beste Angriffsleistung der gesamten Quali. Wir hatten uns vorgenommen, möglichst keine Fehlpässe zu spielen, damit die HSG nicht zum Gegenstoß kommt und gleichzeitig unsere Chancen möglichst konsequent zu nutzen. In den ersten Minuten gelang es uns durch viel Bewegung mit und ohne Ball immer wieder zum Torerfolg zu kommen. Leider waren wir nicht in der Lage, dies durchzuhalten, und so nahm die Anzahl der technischen Fehler, vor allem der Fehlpässe deutlich zu, was von der HSG bestraft wurde und so zu der hohen Niederlage führte.
TV Haibach – SG Hainhausen 7:15 (3:7) Mit der SG Hainhausen trafen wir auf einen eigentlich gleichwertigen Gegner. Heute jedoch nicht. Was passierte auf dem Spielfeld? Das Trainergespann der SG hatte sich die vorherigen Spiele angesehen und spielte quasi Manndeckung gegen Merle, was eigentlich nicht zulässig ist, aber vin den Schiedsrichtern dies nicht geahndet wurde.. Somit waren wir unserer kreativsten und torgefährliichsten Spieleri beraubt und keine andere war in der Lage in die Bresche zu springen. Wir produzierten wieder technische Fehler, nutzten unsere Chancen nicht und kämpften nicht. So kam eins zum anderen und nach der schlechtesten Leistung der gesamten Quali verloren wir verdient. Zudem brach sich Lea beim Warmmachen den Knöchel und fiel aus.
TSV Klein-Auheim – TV Haibach 15:14 (7:9) Ein bekannter Gegner zum Abschluß, gegen den wir unbedingt gewinnen wollten und wir spielten mit einer ganz anderen Einstellung als gegen Hainhausen. Unsere Abwehr wies zwar Lücken auf, aber im Angriff lief es gut. Starke 1-1 – Aktionen, gelungene Doppelpässe. Wir waren eindeutig auf der Siegerstraße als Merle beim 10:7 für uns umknickte und sich die Außen- bänder riss. Leider kippte das Spiel dadurch und ging knapp verloren, womit wir ausgeschieden waren. Ein Unentschieden hätte für das nächste Turnier gereicht.

Fazit: Wäre Merle nicht verletzt ausgeschieden hätten wir uns wohl für das nächste Turnier qualifiziert und hätten dort, aufgrund der Spielstärke der dort angetretenen Mannschaften, gute Chancen auf due Oberliga gehabt. Wäre dies sinnvoll gewesen? Es reicht nicht zehn Minuten eine gute Leistung zu bringen, um einigermaßen mithalten zu können ist mehr nötig. Wir hätten uns in der Oberliga auf einem der unteren Plätze wiedergefunden und hätten etliche sehr hohe Niederlagen kassiert. Diese Gedanken und die Tatsache, daß unser Spiel aktuell noch von ein/zwei Spielerinnen abhängt, führten dazu, daß wir schon vor dem letzten Spiel beschlossen hatten, auch wenn wir weitergekommen wären, zurückzuziehen und BOL zu spielen. Wir stellten wieder zwei der besten Torschützinnen: Anna Striegl und Merle (trotz Bänderrissen) Es spielten: Annika, Merle, Nike, Sophie, Anna S., Anna G, Anna R., Anna N., Selina, Sofia, Lea